Vereinsgeschichte

MV – Gunzenbach 1919 e.V.

Nach einer Überlieferung von Vinzenz Jung, geb.am 4.April 1891, tauchten schon 1840 Namen von Musikern auf. Damals spielten die Gunzenbacher Musiker noch bei Kapellen in Wasserlos und Mömbris mit. Das änderte sich erst viele Jahre später.

Zur Einweihung der Gunzenbacher Kirche im Jahre 1898 spielte eine eigene Musikkapelle. 1907 fand sich eine Gruppe von 16 musikbegeisterten Männern die bis zum Ausbruch des ersten Weltkriegs musizierten.

Auf Anregung des Landwirtes Gottfried Bathon 13 und des damals als Militär-musikers in die Heimat zurückgekehrten Soldaten Vinzenz Jung 14 bildete sich im Februar 1919 wieder eine junge Kapelle.

Die Gründungsmitglieder waren die Gunzenbacher Alois Bathon 12, Gottfried Bathon 13, Josef Bathon 3, Georg Griebel 11, Ludwig Hofmann, Vinzenz Jung, Karl Jung 1, und Severin Kraus 4. Mit in der Gründungsrunde im Gasthaus Griebel saß auch Alfred Bathon 2 aus Rothengrund.

1927 erlernten die Musiker noch ein zweites Instrument, damit die Kapelle in der Lage war auch Streichmusik zu spielen.

1930 kam Verstärkung hinzu. Edmund Rosenberger 9 und Anton Wissel 8 aus Hohl, Lorenz Noe aus Reichenbach und Gustav Simon sowie Max Stein aus Rothengrund traten bei.

Später kamen noch neue Mitgliedern aus Hohl, Rosenberger Albin 5, Karl Heininger 6, Rudolf Waldschmitt 7, und August Flaschenträger 10 hinzu.

Gottfried Bathon, der vor dem ersten Weltkrieg bereits in Rappach, Reichenbach und Daxberg Musikkapellen geleitet hatte, erklärte sich bereit, unentgeltlich mit Unterstützung des Flügelhornisten Vinzenz Jung die neue Kapelle von Gunzenbach auszubilden. Jung dirigierte damals in Hemsbach und Rothengrund eine Jugendkapelle.

Die Gunzenbacher Kapelle erwarb sich in den ersten Jahren ihres Bestehens schon rasch einen guten Namen. Immer mehr Spielangebote flatterten den Musikanten ins Haus. Oft mussten sie weite Märsche unternehmen, um ihren Verpflichtungen           nachzukommen, denn einen fahrbaren Untersatz besaß niemand.

Als Proberaum wurde zu dieser Zeit stets die gute Stube eines Vereinskameraden bevorzugt, wenn in seinem Keller ein guter Apfelwein lagerte.

Nach dem zweiten Weltkrieg, den alle Musiker glücklicher Weise heil überstanden hatten, gab es erneut Verstärkung. 1949 bildete Anton Wissel aus Hohl eine größere Gruppe von Jugendlichen aus. Dazu gehörten: Willi Stein, Adolf Griebel, Philipp Hofmann, Albrecht Griebel, Robert Griebel, Albert Bathon, Winfried Flaschenträger, Günter Hofmann, Reinhold Bathon und Herbert Griebel. Nach der Ausbildung schlossen sich die neugewonnenen Musiker der Gunzenbacher Kapelle an.

Im Sommer 1953 entschlossen sich die18 Musikanten die Musikkapelle in einen Verein umzuwandeln. Bei der Gründungsversammlung am 27. Januar 1954 wurde zum 1. Vorstand Willi Stein, 2. Vorstand Adolf Griebel, Kassierer Philipp Hofmann und zum Schriftführer Herbert Griebel gewählt.

Neben Dirigent Emil Dotzauer waren die aktiven Gründungsmitglieder Lorenz Noe, Josef Bathon, Albert Bathon, Alois Bathon, Reinhold Bathon, Georg Griebel, Albrecht Griebel, Robert Griebel, Egon Griebel, Vinzenz Jung, Karl Jung, Gustav Simon, Winfried Flaschenträger und Thomas Hofmann anwesend.

Die fördernden Gründungsmitglieder (passive) an diesem Abend waren Karl Stein, Rudolf Höfler, Alfred Griebel, Hugo Griebel, Ernst Wissel, Willibald Hofmann, Benno Wissel, Engelbert Hofmann, Ludwig Rosenberger, Gottfried Deller, Werner Jung, Adolf Wombacher, Eduard Freund, Toni Volk, Hugo Stein, Wilhelm Schwierz, Ludwig Kampfmann und Bruno Eizenhöfer. 

In der Versammlung wurde beschlossen: dass dringend ein Schlagzeug angeschafft wird, die aktiven Musiker mit einheitlicher Kopfbedeckung ausgestattet werden und mit dem Gesangverein ein Gartenfest abgehalten werden soll. Schriftführer Herbert Griebel protokollierte: Dadurch dass in der Kasse noch kein Geld war, wurde von einer Kassenprüfung Abstand genommen.

Der neu gegründete Musikverein spielte am 06.02.1954 Tanzmusik in Dörnsteinbach, am 07.02.1954 ein Maskenball in Gunzenbach und am 02.03.1954 einen Kappenabend  bei Alfred Griebel

Das erste Fest fand vom 15.-17. Mai mit Kirchenparade der Ortsvereine statt. Zu Gast waren die Vereine aus Neuses, Großwelzheim, Oberafferbach und Geiselbach.

Am 23.05.1954 spielten die Musiker das Feuerwehrfest in Rückersbach, am 30.05.1954 das Feuerwehrfest in Brücken und die Gunzemicher Kerb.

Am 04.07.1954 besuchte der Verein das Sängerfest in Großkrotzenburg und anschließend das Musikfest in Großwelzheim.

Am 07.11.1954 brachten wir der Raiffeisenkasse zum 50 jährigen Jubiläum ein Ständchen und spielten zur Christbaumverlosung am 2. Advent

Musikverein 1925

Musikverein 1927

Dieses 40 jährige Jubiläumsfest des Musikvereins fand an Pfingsten 1959 statt. Beim Festkommersabend am Pfingstsonntag zeigten die Gastvereine aus Dettingen, Hösbach, Stötzbach und der Radfahrerverein aus Mömbris ihr Können. In diesem festlichen Rahmen wurden folgende Musiker von Bürgermeister Anton Reising für 40 Jahre aktive Tätigkeit im Verein geehrt:

Alois Bathon,          Severin Kraus,

Josef Bathon,          Gustav Simon,

Georg Griebel,        Max Stein,

Für 50 Jahre aktive Tätigkeit im Verein;

Vinzenz Jung,         Lorenz Noe;

Am Pfingstmontag ging es dann am Morgen zur Kirchenparade mit anschließendem Totengedenken am Kriegerdenkmal. Mit dem Spielmannszug aus Hörstein und den Ortsvereinen ging die Parade dann zum Festplatz. Am Nachmittag traten dann die Gastkapellen aus Neuses, Bernbach und Sailauf auf und spielten anschließend im Massenchor „Alte Kameraden“. Alle Vereine spielten dann im Stundentakt zur Tanzmusik auf.

 

Der Musikverein beim 40 jährigen Jubiläumsfest mit den Festdamen

Musikverein 1925
Musikverein Gunzenbach-Hohl 1927
Musikverein beim 40. jährigen Jubiläum